GÜ-KA-GE Geschichte

1930 Ein paar fröhlich singende Menschen in der Günnigfelder Strasse fielen des Nachts der Polizei auf und wurden eines Bußgeldes belangt aufgrund übermäßig lautes Singen Ungebührlicherweise ruhestörender Lärm erregt wurde. Der Gedanke zur Clubgründung wurde geboren.
1932 Gründung der katholischen Laienspielschar. Die Geburtsstunde der GüKaGe.
Anton Rausch senior wurde 1. Vorsitzender, Fritz Blanke (Ömmes) wurde Präsident. Die Männer bildeten den Elferrat und die Frauen wurden als Späte Mädchen bekannt.
1939 Die GüKaGe wird am 01.01.1939 Mitglied beim Bund Deutscher Karneval. Letzter offizieller Auftritt des Elferrates. Bühnenverbot durch die Nationalsozialisten.
1943 Vereinsverbot durch die Nationalsozialisten. Auftritte nur noch unter Geheimhaltung auf einem Bauernahof in Günnigfeld.
1944 Zerstörung des Darentschen Saals, das Domizil der GüKaGe, durch einen Bombenangriff.
1946 Erstes Zusammentreffen der Vereinsgetreuen, die den 2. Weltkrieg überlebten, um wieder Karneval zu feiern. 14 Tage hintereinander wurde das Programm aufgeführt. Die Programme und die durchgeführten  Rosenmontagsumzüge der GüKaGe wären nicht möglich gewesen ohne die Unterstützung des britischen Stadtkommandanten Major C. Craddock. Hauptquartier der GüKaGe wurde die Gastwirtschaft „Kronenburg“ in Günnigfeld.
1948 Gestellung des ersten Wattenscheider Stadtprinzenpaares durch die GüKaGe.
1950 Die GüKaGe wird Gründungsmitglied des Festausschusses Wattenscheider Karneval.
Erster großer Umzug von Günnigfeld  in die City von Wattenscheid.
1960 Die Gaststätte „Kronenburg“ wurde baufällig und die GüKaGe spielte nun in der Gaststätte „Heinz Streier“ in Westenfeld.
1963 Erste Sitzung der GüKaGe in der Aula des Gymnasiums an der Saarlandstrasse. Stargast wurden die
Mainzer Hofsänger sowie in den beiden darauf folgenden Jahren ebenfalls.
1968 Fritz Blanke (Ömmes) musste aus Krankheitsgründen sein Präsidentenamt nach 36 Jahren niederlegen. Neuer Präsident und zugleich 1. Vorsitzender wurde Heinemann Pauli.
1970 Hans Werner Anders wird 1. Vorsitzender des Vereins.
1987 Gründung der Prinzengarde durch die GüKaGe. Kommandant wurde Helmut Sellenmerten und Stellvertreter Uwe Grembowski.
1990 Die Frauen der GüKaGe gründen die Späten Mädchen neu, welche in den 80´er Jahren komplett verschwunden waren.
1991 Uwe Grembowski wird Kommandant der Prinzengarde mit Stellvertreter Uwe Wentingmann.
1998 Wolfgang Schick wird 1. Vorsitzender des Vereins.
Michael Kolarczik präsentierte die GüKaGe erstmalig im Internet auf der Homepage des Festausschusses Wattenscheider Karneval (FWK e.V.)
1999 Wolfgang Schick wird zusätzlich Sitzungspräsident der GüKaGe.
2001 Die GüKaGe wird am 12.01.2001 Mitglied beim Bund Ruhr Karneval.
2003 Die GüKaGe präsentiert sich im Internet erstmalig selbständig unter http://www.guekage.de.
Die Seiten wurden durch Hans Henneke ins Netz gestellt sowie durch Michael Kolarczik bearbeitet und bis heute gepflegt.
2005 Frank Salewski wird Stellvertretender Kommandant der Prinzengarde.
Die GüKaGe wird eingetragener Verein (e. V.) im Vereinsregister Amtsgericht Bochum VR3681
2007 Der Präsident Heinemann Pauli verstarb nach 39 Jahren Präsidentschaft im Alter von 79 Jahren.
2010 Hans Henneke übernimmt das Amt des 1. Vorsitzenden und Wolfgang Schick wird Präsident der GüKaGe.
2012 Die GüKaGe feiert ihr 80 jähriges Vereinsjubiläum.
2013 Die GüKaGe organisiert zusammen mit REWE Mokanski am 30.06.2013 ein Konzert der Bläck Fööss in der Freilichtbühne Wattenscheid. Ein tolles Konzert in einer ausverkauften Freilichtbühne.

Am 09.November 1930, gegen 23:45 Uhr, fielen auf der Günnigfelder Strasse in Wattenscheid ein paar Leute der Polizei auf. Diese Menschen waren fröhlich und sangen zusammen Lieder. Sie wurden hierfür durch den Polizeipräsidenten von Bochum aufgefordert eine Geldstrafe von 4 Reichsmark und 30 Reichspfennig zu bezahlen. Als Grund für diese Strafe benannte man dass durch übermäßig lautes Singen, Skandalieren, Schreien und Lärmen Ungebührlicherweise ruhestörender Lärm erregt wurde. Dies wurde dann der Stein des Anstoßens und der Gedanke zur Clubgründung ist geboren worden.

1932 beschlossen dann einige Männer und Frauen der katholischen Laienspielschar Günnigfeld, neben ihren Auftritten auf der Bühne, sich im echten, volkstümlichen Karneval zu bestätigen. Das war die Geburtsstunde der GÜ-KA-GE. Anton Rausch senior als Vorsitzender und Fritz Blanke (Ömmes Helau) als Präsident übernahmen die Leitung. Finanzielle Probleme gab es genug, aber die verschworene Gemeinschaft des Elferrates hielt zusammen wie Pech und Schwefel. "Gut Freundschaft" war der Vereinsgruß, und so ist es auch noch heute.

Mit dem Beginn des "Tausendjährigen Reiches" begann der von den braunen Machthabern gesteuerte "Untergang" unserer Gesellschaft. 1939 gab es den letzten offiziellen Auftritt des Elferrates und 1943 gab es das endgültige "Aus". Aber der Zusammenhalt unserer Vereinsmitglieder war nicht zu brechen; heimlich unter größten Vorsichtmaßnahmen wurden auf einem Bauernhof in Günnigfeld Karnevalssitzungen abgehalten. Der "Darentsche Saal", das Domizil der GÜ-KA-GE, wurde bei einem Bombardement total zerstört, dabei verloren auch einige Vereinsmitglieder ihr Leben. 1946, nach dem Ende des schrecklichen Krieges, fanden sich die Getreuen unserer Gesellschaft zusammen um wieder Karneval zu feiern. Aber wir hatten ja jetzt eine Besatzungsmacht in Wattenscheid.

Hier muss nun Major C. Craddock, britischer Stadtkommandant, für seine unbürokratische Unterstützung gelobt werden. Er gab seine Einwilligung zu Sitzungen und Umzügen. Ohne ihn wäre der Karneval in Wattenscheid nicht wieder ins Rollen gekommen. Bis zu seinem Tode 1955, hatte die GÜ-KA-GE noch regelmäßig Kontakt zu diesem britischen Gentleman. Die GÜ-KA-GE hat es nach dem Kriege verstanden, den volkstümlichen Karneval von Günnigfeld aus nach Wattenscheid City zu transferieren. Im einzig noch bespielbaren Festsaal, der "Kronenburg", wurden die Sitzungen durchgeführt. Die Bürgerinnen und Bürger Wattenscheids waren so begeistert, dass wir 1946 an 14 Tagen hintereinander unser Programm aufführten. Ab 1948 stellte die GÜ-KA-GE jedes Jahr ein Prinzenpaar und veranstaltete in Günnigfeld regelmäßig einen Umzug. 1950 wurde dann erstmals die City von Wattenscheid mit in den Umzug einbezogen, ein toller Erfolg. Bis heute hat die GÜ-KA-GE die meisten Prinzenpaare aus ihren eigenen Reihen gestellt.

Nicht vergessen wollen wir aber an dieser Stelle die "Späten Mädchen". Sie haben immer ihren "Mann" gestanden, und dies stets mit großem Erfolg. Dieses gilt sowohl für die "Alten Späten Mädchen" sowie ab 1990 für ihre Nachfolgerinnen (Späte Mädchen); diese konnten im Jahre 2001 ihr erstes Jubiläum feiern "1 x 11" und das ebenfalls mit sehr großem Erfolg.

Nachdem 1960 die "Kronenburg" baufällig und vom TÜV als nicht mehr bespielbar erklärt wurde, musste die GÜ-KA-GE als Ausweichquartier in den Saal der Gaststätte Heinz Streier in Westenfeld umziehen. Der Rat der Stadt Wattenscheid beschloss mit Unterstützung der Landesregierung NRW an der Saarlandstraße ein neues Gymnasium zu errichten. Die Aula dieses Gymnasiums wurde zur Stadthalle Wattenscheid umfunktioniert. 1963 konnte die GÜ-KA-GE dort erstmals eine Sitzung abhalten; dieses war zugleich die Nachfeier unseres 30 jährigen Bestehens, das schon 1962 gewesen war. Ein tolles Programm wurde geboten, dessen Höhepunkt der Auftritt der "Mainzer Hofsänger" war. Diese waren so begeistert von ihrer Aufnahme in Wattenscheid, dass sie auch 1964 und 1965 bei uns auftraten.

Fritz Blanke (Ömmes) musste mit Beginn der Session 1968 aus Krankheitsgründen sein Präsidentenamt niederlegen. Zeitgleich verließen Anton Rausch senior und Heinrich Aschoff, beide Vorstandsmitglieder, aus beruflichen Gründen unseren Verein. Aber auch dieser Schlag konnte die GÜ-KA-GE nicht erschüttern. Heinemann Pauli übernahm mit voller Unterstützung durch den Elferrat das Amt des Präsidenten und des 1. Vorsitzenden. Mit finanzieller Unterstützung durch einige Wattenscheider Geschäftsleute, gelang es, die gesamte Session zu einem vollen Erfolg werden zu lassen.

Zwei Jahre später übernahm Hans-Werner Anders das Amt des 1. Vorsitzenden. Mit ihm und Heinemann Pauli an der Spitze wurde in der GÜ-KA-GE weiter gearbeitet. Der Zusammenhalt war größer denn je, und unser Gruß "Gut Freundschaft" bewährte sich wieder einmal. 1998 übergab Hans-Werner Anders den Vorsitz an Wolfgang Schick. Die Mitgliederversammlung dankte Hans-Werner Anders für seine hervorragende Arbeit und ernannte ihn einstimmig zum Ehrenvorsitzenden.  Von 1999 bis 2010 fungierte Wolfgang Schick zusätzlich auch als Präsident unserer Gesellschaft. Bis zum heutigen Tage ist Wolfgang Schick Präsident der GÜ-KA-GE.

Nachdem die Tochter (Kathrin) von Wolfgang Schick als Stadtprinzessin in der Session 2010/11 die karnevalistischen Geschicke der Stadt Wattenscheid übernommen hat, wurde das Amt des 1. Vorsitzenden am 23.04.2010 an Hans Henneke weitergereicht. Hans Henneke begleitete jahrelang die Wattenscheider Stadtprinzenpaare mit der Prinzengarde und hat selbst als Stadtprinz 2008/09 das Wattenscheider Narrenvolk regiert.

Da die GÜ-KA-GE schon sehr viele Stadtprinzenpaare gestellt hat, hat sie sich auch um deren Begleitung sehr bemüht. Wobei die Prinzengarde gegründet wurde, welche die Stadtprinzenpaare seit jeher auf Schritt und Tritt begleitet. Die Prinzengarde wurde in ihrem Gründerjahr 1987 angeführt durch Helmut Sellenmerten (Prinz 1982/83) mit dem Stellvertreter Uwe Grembowski. von 1991 bis zum heutigen Tage ist Uwe Grembowski der Kommandant der Prinzengarde und hatte als Stellvertreter von 1991 bis 2005 Thomas Wentingmann und ab 2005, bis zum heutigen Tage, Frank Salewski an seiner Seite.

1998 präsentierte sich die GÜ-KA-GE erstmalig im Internet. Michael Kolarczik pflegte die Seiten auf der Homepage des FWK ein, welche er ebenfalls pflegte. Später im Jahre  2003 präsentierte sich  die GÜ-KA-GE dann selbständig im Internet unter http://www.guekage.de. Die Seiten werden auch heute noch gepflegt von Michael Kolarczik und im Internet präsentiert durch Hans Henneke.

www.guekage.de

Die GÜ-KA-GE bietet in der heutigen Zeit sehr viel, denn komplett erscheint sie mit dem Elferrat, der Prinzengarde, den "Späten Mädchen", der Tanzgarde, den Funkenmariechen, sowie dem Spielmannzug. Ein immer wieder sehr schönes Bild, welches auch mittlerweile die Stadtgrenzen von Wattenscheid in viele Richtungen überschritten hat. Unsere Funkenmariechen begleiten die Prinzengarde und das Wattenscheider Stadtprinzenpaar seit jeher. Auch heute noch veranstaltet die GÜ-KA-GE alle 5 Jahre, zum Jubiläum,  ein rauschendes Fest für alle ihre Mitglieder. Feste feiern will schließlich gelernt sein.

(Michelle)

Am 30.06.2013 trat die Gruppe "BLÄCK FÖÖSS" in der Wattenscheider Freilichtbühne auf. Das Wetter spielte mit und die Freilichtbühne war ausverkauft. Dieses Konzert wurde arrangiert durch die gute Zusammenarbeit von REWE Mokanski mit der GüKaGe. Das Publikum war begeistert und es wurde ein langer und schöner Abend.

 

1932 – Das Gründungsjahr der GÜ-KA-GE

 Was waren das für Zeiten in denen die GÜ-KA-GE gegründet wurde. Was taten und dachten die Menschen in diesen Zeiten.

Hier ein kleiner Einblick in das Gründungsjahr 1932.

Schlagzeilen 1932:

-         Mit einem Festakt wird die Autobahn Köln-Bonn eröffnet. Es ist in Deutschland die erste kreuzungsfreie Strasse, nur für den Kraftfahrzeugverkehr.

-         Paul von Hindenburg wird im zweiten Wahlgang mit 53 Prozent der Stimmen wieder zum Reichspräsidenten gewählt.

-         In Venedig werden die ersten Filmfestspiele eröffnet.

-         Der Weltklasseschwimmer Johnny Weissmüller spielt die Hauptrolle in dem Film „Tarzen, der Affenmensch“.

-         In Los Angeles, USA, werden die zehnten Olympischen Sommerspiele ausgetragen.

Geboren 1932:

-         22. Februar - Edward Kennedy (US-amerikanischer Politiker)

-     26. Februar - Johnny Cash (Country-Musiker)

-         27 Februar - Liz Taylor (Schauspielerin)

-         10 April - Omar Sharif (Schauspieler)

-         10 Juni - Ferry Radax (österreichischer Filmemacher)

-         22 Juni - Soraya von Persien (Persische Kaiserin)

-         29 November - Jaques Chirac (Französischer Politiker)